Veranstaltungen

Filmvorführung "Aus Galizien in den Aargau"

Filmvorführung mit den Filmemachern Susanne und Peter Scheiner

Ein Leben zwischen Verfolgung, Flucht und Neuanfang

Jerzy Czarnecki wurde 1924 als Isaac Steger in Mosty Wielkie in der heutigen Ukraine geboren. 60 Jahre später kehrt er zurück in seine Heimatstadt. Der Film „Aus Galizien in den Aargau“ geht den Orten und Ereignissen nach, die für Jerzy Czarneckis Leben bestimmend waren und ihn schliesslich in die Schweiz bis nach Windisch führten: Die Flucht vor den Nazis im Zweiten Weltkrieg, die Annahme einer falschen Identität, Zwangsarbeit als vermeintlich arischer Pole in Deutschland, nach dem Krieg Ausbildung zum Elektroingenieur, Aufbau eines neuen Lebens in Polen und schliesslich – nachdem 1967 ein erneuter Antisemitismus ausbricht – die Emigration in die Schweiz und nach Windisch.

Die Familie Czarnecki erhielt 1972 Asyl in der Schweiz. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete J. Czarnecki bei der HSK, der Eidgenössischen Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen, in der Sektion für die radiologische Überwachung. Nach seiner Pensionierung war Czarnecki als Nuklearexperte tätig und reiste nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zu mehreren Sondereinsätzen in die Ukraine.

In seinen letzten Lebensjahren engagierte sich der jüdische Holocaust-Überlebende in der Ukraine und in der Schweiz für die Wiederbelebung des Gedenkens an die Shoah.

Kurze Zeit nach Fertigstellung des Films „Aus Galizien in den Aargau“ schenkte Jerzy Czarnecki seinem ursprünglichen Heimatort ein Denkmal, das an die 1‘400 Jüdinnen und Juden erinnert, die zur Zeit der Naziherrschaft in Mosty Wielkie lebten und grösstenteils umkamen. Das Denkmal wurde im Oktober 2006 eingeweiht.

In einem kurzen Epilog wird die feierliche Einweihung des Denkmals gezeigt. Im Jahr 2011, vier Jahre nach Jerzys Czarneckis Tod, wurde das Denkmal beschädigt und mit judenfeindlichen Sprüchen und Symbolen versehen. Der Epilog fängt die damals herrschende Stimmung im Städtchen ein und dokumentiert, wie die Menschen auf die Zerstörung des Denkmals reagieren.

Es freut uns, dass die Filmemacher Susanne und Peter Scheiner ihren Film „Aus Galizien in den Aargau“ sowie den Epilog vorstellen und da sein werden für Diskussion und Gespräch. Eintritt frei. Im Anschluss Apéro.

Ein Leben zwischen Verfolgung, Flucht und Neuanfang

Jerzy Czarnecki wurde 1924 als Isaac Steger in Mosty Wielkie in der heutigen Ukraine geboren. 60 Jahre später kehrt er zurück in seine Heimatstadt. Der Film „Aus Galizien in den Aargau“ geht den Orten und Ereignissen nach, die für Jerzy Czarneckis Leben bestimmend waren und ihn schliesslich in die Schweiz bis nach Windisch führten: Die Flucht vor den Nazis im Zweiten Weltkrieg, die Annahme einer falschen Identität, Zwangsarbeit als vermeintlich arischer Pole in Deutschland, nach dem Krieg Ausbildung zum Elektroingenieur, Aufbau eines neuen Lebens in Polen und schliesslich – nachdem 1967 ein erneuter Antisemitismus ausbricht – die Emigration in die Schweiz und nach Windisch.

Die Familie Czarnecki erhielt 1972 Asyl in der Schweiz. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete J. Czarnecki bei der HSK, der Eidgenössischen Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen, in der Sektion für die radiologische Überwachung. Nach seiner Pensionierung war Czarnecki als Nuklearexperte tätig und reiste nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zu mehreren Sondereinsätzen in die Ukraine.

In seinen letzten Lebensjahren engagierte sich der jüdische Holocaust-Überlebende in der Ukraine und in der Schweiz für die Wiederbelebung des Gedenkens an die Shoah.

Kurze Zeit nach Fertigstellung des Films „Aus Galizien in den Aargau“ schenkte Jerzy Czarnecki seinem ursprünglichen Heimatort ein Denkmal, das an die 1‘400 Jüdinnen und Juden erinnert, die zur Zeit der Naziherrschaft in Mosty Wielkie lebten und grösstenteils umkamen. Das Denkmal wurde im Oktober 2006 eingeweiht.

In einem kurzen Epilog wird die feierliche Einweihung des Denkmals gezeigt. Im Jahr 2011, vier Jahre nach Jerzys Czarneckis Tod, wurde das Denkmal beschädigt und mit judenfeindlichen Sprüchen und Symbolen versehen. Der Epilog fängt die damals herrschende Stimmung im Städtchen ein und dokumentiert, wie die Menschen auf die Zerstörung des Denkmals reagieren.

Es freut uns, dass die Filmemacher Susanne und Peter Scheiner ihren Film „Aus Galizien in den Aargau“ sowie den Epilog vorstellen und da sein werden für Diskussion und Gespräch. Eintritt frei. Im Anschluss Apéro.

Veranstaltungsort

Kirchgemeindehaus Windisch
Dorfstrasse 27
5210 Windisch
Lageplan

Allgemeine Angaben

Kontaktperson: Ref. Kirche
Tel. 0564412651
sekretariat@ref-windisch.ch
https://www.ref-windisch.ch/

Kosten

Eintritt frei

Tickets

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Organisator

Ref. Kirche Windisch