Heimatmuseum Schinznach-Dorf

Das Heimatmuseum Schinznach-Dorf umfasst ländliches Kulturgut aus Schinznach-Dorf, dem Schenkenbergertal und dem Kanton Aargau.

Neben wechselnden Ausstellungen ist das Erdgeschoss dem Weinbau gewidmet. Im Obergeschoss befinden sich Haushalt- und Handwerksgeräte. Der Kellerraum beherbergt verschiedene Prunkstücke wie eine Hausbrennerei, den mächtigen Balg der früheren Dorfschmiede, sowie eine Lampen-, Kachel- und Ziegelsammlung.

Sonderausstellung Geotop Heister: Fossilien aus dem Geotop Heister - einem Kalksteinbruch nördlich des Rebberges - sind im Kellergeschoss ausgestellt. Diese Sammlung dürfte weltweit einzigartig sein. Die Fundstelle wurde 1960 entdeckt und teilweise erforscht. 1999 wurden weitere Grabungen vorgenommen. Dabei konnten diverse Stachelhäuter (Seesterne, Seeigel, Seegurken und Seelilien) freigelegt werden. Die Sonderausstellung vermittelt Hobby- und Berufspaläontologen einen Überblick über die Echinodermen-Fauna des Jura vor 165 Millionen Jahren.

Zur Museumsgeschichte: Dr. Theodor Keller sammelte im Verlaufe seines Wirkens die unterschiedlichsten Kulturgüter aus dem Schenkenbergertal. Durch einen glücklichen Umstand konnte von der Gemeinde der zweistöckige Doppelspeicher aus dem Jahre 1647 als Museumsgebäude eingerichtet werden. Am 27. Mai 1961 wurde das Museum mit der Unterstützung von Otto Ernst, Kunstmaler in Veltheim, und Prof. Arthur Stoll, Sohn eines früheren Bezirksschulrektors, eröffnet. Am 16. Dezember 1981 wurde die Stiftung Heimatmuseum Schinznach-Dorf gegründet mit einem Stiftungsbeitrag der Kulturvereinigung GRUND über Fr. 10 000.- . Emma Baumgartner, langjährige Museumsleiterin, beschenkte bei ihrem Tod die Stiftung mit Fr. 100 000.-. Dank dieser Zuwendung konnte 2002 das Museum vergrössert werden.

Eintrittspreise
Sonntag: gratis

Sonderführungen:
bis 14 Personen: Fr. 6.-/Person
ab 15 Personen: Fr. 90.-