Windisch und seine Berner Spuren

Mit der Eroberung des Aargaus durch Bern wurde die Reuss zum Grenzfluss, mit dem Übergang zum reformierten Glauben zur konfessionellen Grenze.

Davon erzählen Häuser, Kirchen und Brunnen.

Wir besuchen den Bären in einigen seiner Schlupfwinkel und grüssen ihn zu seinem hohen Wachtposten hinauf.
Die Berner Herrschaft im Wasserschloss brachte grundlegende soziale, geistige, politische, konfessionelle und kulturelle Veränderungen: Abkehr von der feudalen und Hinwendung zur republikanischen Ordnung, Abschaffung der Leibeigenschaft, Reformation, frühes denkmalpflegerisches Wirken, Fortführung der Spitaltradition, erste Versuche mit stationärer Psychiatrie.
Die Doppelgemeinde Windisch und Oberburg war seit der Aufhebung des Klosters Zentrum des reichen bernischen Amtes Königsfelden mit einem eigenen, aus den Einheimischen rekrutierten Amtsuntervogt.
Königsfelden wurde zur „Hofmeisterei“ ausgebaut; der Name war noch mittelalterlich, die Realität durchaus neuzeitlich.
Das Einvernehmen mit dem hier residierenden Vertreter der Berner Obrigkeit war übers Ganze gesehen gut, so dass die Windischer sich in einer Volksbefragung 1801 für den Verbleib bei Bern aussprachen und im Aufstand gegen die Helvetik 1802 für Bern zu den Waffen griffen. Wie zahlreiche andere Gemeinden des heutigen Bezirks Brugg.


Treffpunkt: vor der Klosterkirche Königsfelden.

Dauer der Führung: ca. 90 Minuten

Kosten: 190.-


Die Führung wird von Barbara Stüssi-Lauterburg durchgeführt.