Veltheim

Veltheim liegt am Ausgang des Schenkenbergertals in der Aareklus zwischen Wildegg und Brugg.

Der 524 Hektaren grosse Gemeindebann umfasst den Ostabfall der Gisliflue-Kette und die vorgelagerte Ebene bis zur Aare.

Geschichte
Die erste Erwähnung des Namens Veltheim stammt von ca. 1260. Die Dorfsiedlung ist aber um Jahrhunderte älter; sie dürfte - zusammen mit dem «Heim im Tal» - im 6./7. Jahr-hundert entstanden sein. Die nähern Umstände liegen im Dunkeln. Der Ort war allerdings schon früher bewohnt: Archäologische Überreste aus dem Bereich des alten Dorfkerns deuten auf einen römischen Gutshof, der im 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. zur Versorgung des Legionslagers Vindonissa diente. Auf den römischen Trümmern wurde später eine christliche Kirche errichtet. Der älteste nachweisbare Bau - eine dreischiffige romanische Basilika - wird ins 11. Jahrhundert datiert. Das Gotteshaus war Johannes dem Täufer geweiht; ein Altar zu Ehren der (sonst unbekannten) Ortsheiligen Gisela erfuhr rege Beachtung.

Schloss Wildenstein

Das barocke Schloss Wildenstein befindet sich auf einem vorspringenden Hügelsporn rund eineinhalb Kilometer südlich des Dorfes. Es ist in Privatbesitz und kann nur von aussen besichtigt werden. Die Anlage hat die Form eines unregelmässigen Vierecks. Um den Innenhof gruppieren sich die beiden Bergfriede, die Ringmauer, der Palas und Ökonomiegebäude. Die erste Pfarrkirche entstand aus den Trümmern des ehemaligen römischen Gutshofes. Um 1040 entstand ein Nachfolgebau im romanischen Stil. Nach der Reformation wurde das Gotteshaus immer baufälliger und wurde schliesslich 1760 durch die heute noch bestehende Hallenkirche ersetzt. Das Pfarrhaus entstand 1681/83 und wurde 1783 im spätbarocken Stil umgebaut. Der Kirchenbezirk wird ergänzt durch die zwei spätgotischen «Pfaffenhäuser», die um 1650 entstanden sind.

Reformierte Kirche
Die älteste Kirche in Veltheim entstand vermutlich im Jahre 745 an der Stelle, an der schon zur Zeit der Römer ein Gutshof lag. Diese erste Kirche wurde um das Jahr 1040 durch einen romanischen Neubau ersetzt, als Kaiser Heinrich III die königliche Pfalz ausbauen liess. Diese dreischiffige Kirche war Johannes dem Täufer geweiht. Neben Oberflachs, das kirchlich auch heute noch zu Veltheim gehört, war damals das ganze Schenkenbergertal mit Thalheim und Schinznach Teil der Pfarrei. Im Jahre 1250 wurde der heutige Kirchturm angebaut. Mit der Einführung der Reformation in Bern im Jahre 1528 wurde die Vetheimer Kirche reformiert. Da die Kirche immer baufälliger wurde, riss man sie 1760 ab und ersetzte sie durch die heute noch bestehende Hallenkirche. Im Jahre 1907 renovierte man die Kirche umfassend und riss das Beinhaus ab.