Windisch

Der Name Windisch ist auf das römische Vindonissa zurückzuführen.

Kelten, Römer, Burgunder, Habsburger und Berner haben viele sichtbare Spuren hinterlassen.
Windisch liegt auf einem Gelände von grosser geschichtlicher Vergangenheit, welches infolge seiner verkehrsgünstigen, zwei Flussübergänge beherrschenden Lage schon sehr früh besiedelt war.
 
Geschichte
Im Jahre 1798 beendete Napoleon das jahrhundertealte Untertanenverhältnis der Dorfbewohner, und 1803 wurden diese durch die Mediationsakte endgültig Schweizer und Aargauer. In der Folge führten sie als Bauern, Fischer und Fährleute ein eher kärgliches Dasein, bis 1828 der «Spinnerkönig» Heinrich Kunz unter Ausnützung der Wasserkraft der Reuss eine grosse Spinnerei erstellte. Trotz einem nun folgenden bevölkerungsmässigen Aufschwung muss es der Gemeinde nicht allzu gut gegangen sein. Im Jahre 1863 wurde ein Teil des Gemeindebannes an die Stadt Brugg verkauft. Heute stehen auf diesem Areal die Brugger City-Überbauung, der Bahnhof und namhafte Industriebetriebe! Durch jenen kurzsichtigen Handel verpasste die Gemeinde den Aufschwung des Eisenbahnzeitalters.

Sehenswürdigkeiten
Einige Bauten des Legionslagers Vindonissa, insbesondere das Amphitheater und eine Wasserleitung aus dem 1. Jahrhundert  sind in gutem Zustand erhalten geblieben. Ausserdem sind verschiedene Heiligtümer, ein Hafen, vier Friedhöfe, eine Mansio und ein sehr fundträchtiger Schutthügel bekannt. Immer wieder stösst man bei Bauarbeiten im Dorf auf römische Funde. Das Vindonissa-Museum in Brugg zeigt viele Funde aus den zahlreichen Ausgrabungen des historischen Legionslagers. Der Legionärspfad vermittelt an Originalausgrabungsstätten den Alltag in einem römischen Legionärslager. Das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk ist das Kloster Königsfelden. Der ehemalige Klosterpark und insbesondere die Kirche mit den kunsthistorisch wertvollen Glasgemälden aus dem 14. Jahrhundert machen Königsfelden sehenswert.

Landschaft
Eine Beschreibung der Gemeinde Windisch wäre unvollständig, würde man die eindrücklichen Schönheiten der Landschaft unerwähnt lassen. Das Mündungsgebiet von Aare und Reuss offenbart dem stillen Betrachter ein Bild von seltener Harmonie und Ruhe. Über dem Trinkwasser spendenden Grundwasserstrom zwischen den beiden Flüssen stehen letzte Reste der einst typischen aargauischen Schachenwälder. Von der Höhe des Lindhofes, der als letztes unberührtes Landwirtschaftsgebiet erhalten geblieben ist, kann man den Jura von der Gislifluh bis zu der Lägern überblicken, und deutlich weist der schroffe Anschnitt des Siggenthalerberges auf die Stelle hin, wo die Aare das Mittelland in Richtung Rhein verlässt, kurz nachdem sie durch die Vereinigung mit der Limmat endgültig das Gepräge eines Stromes angenommen hat.