7-Brücken-Wanderung im Wasserschloss

Sie wandern mitten durch den Auenschutzpark am Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat und überqueren 7 Brücken aus 3 Jahrhunderten.

Hintergrund
Seit römischen Zeiten kreuzen sich wichtige Verbindungsachsen im "Wasserschloss" bei Brugg, dem Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat. Die Natur hat seine Flussläufe und deren einzigartig schöne Auenlandschaft geschaffen. Die Erfindung der Brücke, erlaubt es widerum, diese Landschaft zu überqueren und zu geniessen. Einer Brücke verdankt die Stadt sogar ihren Namen. Unser Weg führt mitten durch den Auenschutzpark, eine geschützte Naturlandschaft von seltener Schönheit und grosser biologischer Vielfalt, quert 7 sehenswerte Brücken aus 3 Jahrhunderten und endet manchmal im Bahnpark Brugg vor der Replik des berühmtesten und ersten "Stahlrosses" der Schweiz.

Wegbeschreibung

Bitte beachten Sie: Die 7-Brückenwanderung ist bis jetzt nicht durch Wegweiser markiert. Mit der untenstehenden Beschreibung und der Karte werden Sie den Weg aber ohne Probleme finden.

Start
Gleich beim Start am östlichen Ende (auf Brugger Seite Richtung Baden) des Perrons 1 am Bahnhof SBB Brugg (Metron, Spickelgebäude) benutzen Sie den Wartmannsteg(1), eine einfache Stahlträgerbrücke, um zum architektonisch expressiven Sportausbildungszentrum Mülimatt (Dreifachturnhalle) zu gelangen.

Von dort überspannt der elegante und mit 183 m längste Mülimattsteg (2) der Schweiz seit dem Jahr 2010 die Aare und bringt sie hinüber zum Geissenschachen, seit 1876 Ausbildungsgelände des Waffenplatzes der eidgenössischen Genietruppen (und ein Ort zum Beobachten von Wasserfledermäusen!).
Biegen sie gleich nach der Brücke nach rechts ab, gehen sie dem Fluss entlang und biegen noch vor den Bauten nach links und überqueren sie die Insel. Auf der anderen Seite der Insel angekommen, folgen Sie dem Weg rechts bis zur „DIN Normbrücke Modell Armee (3)“ über den Seitenarm „Strängli“ der Aare. Sie wurde von der Truppe eingebaut, so wie sie das in einfacherer Form als Notbrücke schweizweit und anderswo im 20. Jahrhundert bei Naturkatastrophen in grosser Anzahl immer wieder getan hat.

An deren anderen Ende folgen Sie der Strasse nach rechts um dann sogleich wieder nach rechts abzubiegen. Sie wandern nun auf dem Pfad am linken Ufer der Aare entlang durch ein Schutzgebiet von Pro Natura Aargau, ein Gelände mit vielen Tümpeln (im Sommer weiden hier Wasserbüffel und Galloway-Rinder) zur Seilhängebrücke(4).  Sie führt die Abwässer der Region und uns Wandernde mittels Rohrbrücke hinüber zur Kläranlage des Zweckverbandes Brugg-Birrfeld.

Sie biegen nun nach links ab und folgen der Aare am rechten Ufer bis zum Zusammenfluss mit der Reuss!

Nach einer wohlverdienten Pause gehen Sie über die Eisenbahnbrücke (5), die älteste noch im Betrieb stehende originale Steinbogenbrücke der SBB aus dem Jahre 1856.

Gleich nach der Eisenbahnbrücke biegen sie nach links um unter die Brücke zu gelangen. Von nun an wandern Sie entgegen der Fliessrichtung der Reuss auf der rechten Uferseite (von der Fliessrichtung der Reuss aus gesehen) der Reuss entlang Richtung Windisch.

Nach einer guten halben Stunde erreichen Sie die zweitweise grösste Spinnerei auf dem Kontinent. Sie wurde 1928 errichtet und vom "Spinnerkönig" Heinrich Kunz errichtet. Inzwischen ist sie stillgelegt und wird als Lofts genutzt.

Nun folgt der Spinnereisteg (6), der früher als Flussübergang für das damalige Fabrikpersonal diente, das diesseits und jenseits der Reuss in sogenannten Kosthäusern wohnte.

Vorbei am ehemaligen Kleinst-Schulhaus für die bis 158 Kinder, die in der Fabrik arbeiteten, gelangen Sie über den Oberwasser-Kanalsteg (7), eine klassische Stahlträgerbrücke, zum Windischer Ufer.

Sie steigen dann an der Dorfkirche vorbei auf das Plateau von Königsfelden und stehen nach 7,5 km Distanz und gut 2 Stunden Wanderzeit wieder am Bahnhof SBB Brugg.

Zusatzinformation

Tipps
Nutzen Sie die Gelegenheit und besichtigen Sie den Legionärspfad oder das Kloster Köngisfelden in Windisch oder den Bahnpark in Brugg.

Bitte tragen Sie sorge:
Wir Menschen beanspruchen 99% der Fläche des Kantons Aargau für uns und überlassen den Rest der Natur. Dieses 1 % ist Refugium für fast 1/2 der einheimischen Pflanzen-, mehr als 3/4 der hiesigen Tierarten und liefert 80% des lokalen Trinkwassers.
Verlassen sie die Wege nicht, schonen sie das Gelände und lassen sie keinen Abfall zurück!

 

Kontaktaufnahme

Info Region Brugg
c/ o Odeon
Bahnhofplatz 11
5200 Brugg
Tel. +41 (0)56 450 35 55
info@regionbrugg.ch
www.regionbrugg.ch